01.10.15

Drei Gesellschafter steigen ein

Neue Strukturen beim Zeller Unternehmen "GISSLERprecision": Quartet hält nun die Firmenanteile

Beim Zeller Unternehmen GISSLERprecision hält mit Wirkung zum 1. Oktober ein Quartett die Firmenanteile: Neben dem Firmengründer und bisherigen Alleininhaber Hubert Gissler erwarben nun auch drei weitere Führungskräfte des Unternehmens Anteile. Diese Kapitalerhöhung soll rein dem Unternehmen zugute kommen.

Nach der Insolvenz von »GISSLER metall« im Dezember 2012 nahm zum Mai 2013 die Firma »GISSLERprecision GmbH & Co. KG« die Arbeit auf. Alleiniger Gesellschafter war Firmengründer Hubert Gissler, der mit seiner Firma »Hubert Gissler Metallbearbeitung e. K.« auch Verpächter der Grundstücke und Gebäude ist. Unter dem neuen Geschäftsführer Christian Wordl folgten nach dem Neustart des Präzisionsteile-Herstellers umfangreiche Restrukturierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, im Maschinenpark sowie bei Fertigungssteuerung und -technologien. Die Konsolodierungsphase zeigte Erfolg, aktuell produziert »GISSLERprecision« im Zeller Gewerbegebiet »Steinenfeld« auf rund 4000 Quadratmetern mit 41 Mitarbeitern Teile vorwiegend für die Automobilindustrie und für die Antriebstechnik. Im Jahr 2014, so Geschäftsführer Christian Wordl, erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 4,3 Millionen Euro.

Christian Wordl hatte gestern in die Firma eingeladen, um die neue Gesellschafterstruktur bekanntzugeben, nachdem zuvor die Belegschaft informiert worden war. Demnach steigen bei ­»GISSLERprecision« mit Wirkung zum 1. Oktober drei Führ­ungskräfte anteilsmäßig als Gesellschafter ein. Christian Wordl erwirbt 34 Prozent der Anteile und wird geschäftsführender Gesellschafter, zusammen 17 Prozent zu gleichen Teilen werden künftig Produktionsleiter Karl-Heinz Spitzer und Qualitätsleiter Armin ­Leopold halten. Hubert Gisslers Anteil beläuft sich demnach auf 49 Prozent. »Diese Kapitaleinlagen werden ausschließlich zur Kapitalerhöhung des Unternehmens eingesetzt«, so Christian Wordl.

Der bisherige Alleingesellschafter Hubert Gissler sieht die Umstrukturierung als Zukunftssicherung für das Unternehmen, das er vor fast 30 Jahren ins Leben gerufen hatte. »Es war mein großer Wunsch, eigene Mitarbeiter zu beteiligen«, so Gissler, bei externen Interessenten könne man nicht sicher sein, was mit der Firma geschehe. Die drei neuen »internen« Gesellschafter sehen durch ihren Kapitaleinsatz auf jeden Fall ihre berufliche Zukunft bei »GISSLERprecision«, wie sie betonen. Das dürfte auch Hubert Gissler (70) freuen, der nicht zuletzt aus Altersgründen die Weichen gestellt hat, wie er sagt.

Von Dietmar Ruh